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Dr.in med. univ. Jennifer Brandt, MSc

Angeborene Zwerchfellhernie

Das Zwerchfell ist eine dünne Muskelplatte, die den Brustraum vom Bauchraum trennt und uns beim Atmen unterstützt. Bei einer angeborenen Zwerchfellhernie, kurz CDH (engl.: congenital diaphragmatic hernia), hat sich das Zwerchfell vor der Geburt nicht vollständig geschlossen. Durch diese Öffnung können Bauchorgane wie Magen, Darm, Milz und / oder Leber in den Brustkorb gelangen. Dort beeinträchtigen sie vor allem die Entwicklung der Lunge und ihrer Blutgefäße.
Eine angeborene Zwerchfellhernie tritt bei etwa 1 von 2.500 Neugeborenen auf. Meist befindet sie sich auf der linken Seite. Wie schwer ein Kind betroffen ist, hängt insbesondere von der Größe der Öffnung und damit der Entwicklung der Lunge ab.
 
Behandlung und weitere Entwicklung
Die Dauer des Spitalsaufenthalts ist sehr unterschiedlich. Abhängig vom Schweregrad können jedoch vorübergehende oder längerfristige Probleme auftreten, etwa:
  • ein erhöhter Druck in den Lungengefäßen
  • Ein erhöhtes Risiko für Atemwegsinfekte oder eingeschränkte Lungenfunktion
  • Schwierigkeiten beim Trinken, Essen oder Schlucken oder der Rückfluss von Magensaft, und damit ein verzögertes Wachstum
  • auch können Hör- oder Entwicklungsprobleme, Veränderungen von Brustkorb oder Wirbelsäule oder eine erneute Zwerchfellhernie auftreten
Nicht jedes Kind entwickelt diese Beschwerden. Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen helfen dabei, mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen und gezielt zu behandeln.
Ein Beratungsgespräch bietet Ihnen die Möglichkeit, Befunde und medizinische Zusammenhänge besser zu verstehen und offene Fragen zu klären.
 
 

Online-Beratung vor und nach der Geburt

Die Diagnose einer Zwerchfellhernie wirft häufig viele Fragen auf. Beratungsgespräche für Eltern sind sowohl bereits während der Schwangerschaft als auch nach der Geburt und im weiteren Verlauf möglich. 
Vor der Geburt können unter anderem erhobene Befunde, mögliche weitere Untersuchungen, die Geburt und die erste Versorgung des Kindes besprochen werden. Nach der Geburt kann es beispielsweise um die intensivmedizinische Behandlung, den bisherigen Verlauf, mögliche Langzeitfolgen oder die weitere Nachsorge gehen.

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